VIN: Prüfen Sie die Prüfsumme

Die Norm ISO 3779, in der die Struktur der Fahrzeug-VIN festgelegt ist, empfiehlt, an der 9. Stelle der VIN eine Prüfsumme (Kontrollnummer, Verifizierungsnummer) einzufügen – eine Zahl, die nach dem in der Norm festgelegten Algorithmus berechnet wird und deren Wert von den Werten aller anderen Zeichen der VIN abhängt. Die Prüfsumme ermöglicht es, der Legalisierung von Fahrzeugen mit falschen Nummernschildern durch Autodiebe entgegenzuwirken (die Änderung einer der Ziffern in der Fahrgestellnummer ändert die Prüfsumme, aber in der Regel berechnen die Diebe sie nicht neu) und falsche Karosserienummern bei der manuellen Eingabe in Datenbanken zu berechnen. Die Norm in diesem Teil ist nur in den USA und Kanada verbindlich. Daher müssen alle Fahrzeuge, die für den Verkauf auf dem nordamerikanischen Kontinent bestimmt sind, eine Prüfziffer an der 9. Stelle haben, die auf dieser Seite überprüft werden kann. In Europa ist diese Empfehlung der Norm nicht obligatorisch, und die Hersteller verwenden in der Regel entweder die Position 9, um ein zusätzliches Merkmal des Fahrzeugs anzugeben, oder setzen dort ein festes Zeichen ein: „0“ (sehr beliebt bei japanischen Herstellern) oder „Z“ (Volkswagen, Audi). Es gibt jedoch Ausnahmen – BMW-Fahrzeuge haben unabhängig vom Absatzmarkt eine identische VIN-Struktur.

An der 9. Stelle der Prüfsumme sind folgende Werte zulässig: die Zahlen 0…9 oder X. Steht an dieser Stelle ein anderes Zeichen, besteht diese FIN die Prüfung nicht. Handelt es sich um die VIN des für den nordamerikanischen Markt bestimmten Fahrzeugs, wurde sie entweder mit Fehlern vom Fahrzeug kopiert oder umgeschrieben.

Wenn die FIN eine Prüfsumme enthält, das Fahrzeug aber aus einem SKD-Bausatz zusammengebaut wurde (dies gilt vor allem für die „Schraubermontage“ in den GUS-Ländern), wird die an der Karosserie angebrachte FIN nur zu einer Karosserienummer, und der Monteur vergibt seine neue FIN, die er auf einem zusätzlichen Schild an der Karosserie anbringt. In diesem Fall wird meist der WMI (Herstelleridentifikationscode) in der „alten“ VIN durch den Code des Monteurs ersetzt und die restlichen Zeichen von 4 bis 17 werden unverändert übernommen. Deshalb wird bei einer solchen FIN die Prüfsumme nicht korrekt berechnet – Sie müssen die „alte“ FIN nehmen und sie überprüfen.

Beispiel für die Berechnung der Prüfsumme:

Nehmen wir die VIN, z.B. JHMCM56557C404453, und füllen wir die folgende Tabelle aus:

Position VIN 1 2 3 4 5 6 7 8 CHK 10 11 12 13 14 15 16 17
VIN J H M C M 5 6 5 5 7 C 4 0 4 4 5 3

Ersetzen Sie die Buchstaben durch Zahlen gemäß der Tabelle:

Letter A B C D E F G H J K L M N P R S T U V W X Y Z
Numerical equivalent 1 2 3 4 5 6 7 8 1 2 3 4 5 7 9 2 3 4 5 6 7 8 9

Füllen Sie die nachstehende Tabelle aus, in der für jede VIN-Stelle ihr „Gewicht“ angegeben ist:

Position VIN 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17
Weight 8 7 6 5 4 3 2 10 CHK 9 8 7 6 5 4 3 2
Numerical equivalent 1 8 4 3 4 5 6 5 CHK 7 3 4 0 4 4 5 3

Addiere die Produkte der einzelnen VIN-Zeichen mit ihrem „Gewicht“:

18 + 87 + 46 + 35 + 44 + 53 + 62 + 510 + 79 + 38 + 47 + 06 + 45 + 44 + 53 + 32 = 368

Berechnen Sie das nächstliegende kleinste ganzzahlige Vielfache von 11:

368/11 = 33.5
33 * 11 = 363

Die Differenz zwischen dem Ergebnis aus Schritt 5 und dem nächstgelegenen kleinsten ganzzahligen Vielfachen von 11 wird in die neunte Ziffer von VIN geschrieben:

CHK = 368 – 363 = 5

Wenn CHK = 10 ist, wird „X“ (römische 10) an die 9. Stelle der VIN geschrieben.

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